Nach einiger Zeit gibt es wieder Filmwissen bei uns! Zuletzt konnten Sie etwas zu den Buchstaben C und D lernen. Wissen Sie noch was ein Cineast ist, oder wie Dolby Surround funktioniert? Falls nicht, lesen Sie gerne noch einmal in der letzten Ausgabe vom Film-ABC nach oder bereichern Sie sich hier mit neuem Wissen: es geht weiter mit den Buchstaben E -F.

E – ErzĂ€hlzeit & erzĂ€hlte Zeit / Embargo / Establishing Shot

ErzÀhlzeit & erzÀhlte Zeit

Diese Zeiten unterscheidet man nicht nur in der Filmwelt. Auch bei BĂŒchern, Hörspielen oder Ă€hnlichem findet man diese Verschiedenheit. Die ErzĂ€hlzeit benötigt man zum ErzĂ€hlen der Geschichte. Also die Dauer eines Films oder die LĂ€nge eines Buches. Die erzĂ€hlte Zeit kann dagegen stark variieren.

Bei der Zeitraffung ist diese nĂ€mlich viel lĂ€nger, als die ErzĂ€hlzeit. Das was in der Handlung im Film passiert, wird nur fĂŒr wenige Minuten gezeigt. Beispielsweise werden mehrere Tage in einem Zeitsprung oder Monate in Minuten dargestellt.

Andersherum passiert es bei der Zeitdehnung. Dabei ist die erzĂ€hlte Zeit wesentlich kĂŒrzer. Meistens wird die Zeitdehnung bei einer sehr detaillierten Szene eingesetzt. Möglich ist das, wenn der Protagonist eine besonders schöne Aussicht anguckt. Alle EindrĂŒcke nimmt er dort in wenigen Sekunden wahr, beschrieben wird es aber lĂ€nger:

Der Ausblick ins Tal vom Sinusberg ist atemberaubend. Die Sonne steht schon sehr tief am Himmel und taucht die BĂ€ume in ein goldenes Licht. Vögel zwitschern am Himmel und ein leichter Wind weht einem die Haare ins Gesicht. Die Blumen, die am Fluss wachsen, schillern in den buntesten Farben – von einem fröhlichen Gelb, ĂŒber Orange zum Königsblau der Veilchen.

Die Zeit, die man zum Lesen dieses Momentes gebraucht hat, war lÀnger als der Moment, den der Protagonist tatsÀchlich erlebt hat, um diese Sachen zu sehen. Das macht die Zeitdehnung aus.

Dann gibt es noch das Szenario einer Zeitdeckung. Hierbei stimmen ErzĂ€hlzeit und erzĂ€hlte Zeit ĂŒberein.

Embargo

Das sogenannte Embargo ist eine Sperrfrist, die von der Presse eingehalten werden muss. Manchmal werden Nachrichten oder Informationen schon vor der Premiere eines Films bekannt gegeben. Trotzdem gilt das Verbot, bis zu einem vorher festgelegten Termin darĂŒber zu sprechen oder zu berichten. Die Information mĂŒssen allerdings oftmals schon vorab an die Öffentlichkeit gegeben werden, um eine darauffolgende fundierte Berichterstattung zu ermöglichen. Diese Geheimnistuerei hat aber seine Vorteile fĂŒr die Filmbranche. Dadurch entstehen nĂ€mlich GerĂŒchte und Theorien bei der Fangemeinschaft. Es wird mehr und mehr ĂŒber den bevorstehenden Release des Films geredet und die Produzenten können mit höheren Zuschauerzahlen rechnen.

Establishing Shot 

Der Establishing Shot ist eine bestimmte Kameraeinstellung, die den darauffolgenden Handlungsort fĂŒr die Zuschauer zeigt. Das kann einfach eine Totale eines Hauses sein, in dem sich die Protagonisten in der nĂ€chsten Szene befinden. Andererseits kann man in dem Establishing Shot auch eine ganze Stadt in wenigen Sekunden in das Geschehen einfĂŒhren. Das geht natĂŒrlich nur, wenn es eine bestimmte SehenswĂŒrdigkeit gibt, die jedem bekannt ist. Beispielsweise der Eiffelturm in Paris. Sieht man diese Architektur am Anfang einer Szene, weiß der Zuschauer sofort, wo sich die Handlung gerade abspielt.

F – Franchise / FSK / Foley-Artist / Frat-Pack

Franchise

 Ein Franchise ist sozusagen die eigene Welt einer bestimmten Filmreihe. Die bekanntesten Franchises sind Star Wars und Marvel. Dazu gibt es nicht nur eine bestimmte Filmreihe, sondern auch zahlreiche Spin-Offs und Serien. Zu dieser Welt zĂ€hlen dann nicht nur die verfilmten Angebote, sondern auch alle Franchise Artikel, wie Klamotten, Tassen, HandyhĂŒllen, Computerspiele und vieles mehr.

FSK

„Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“. Sie ist auf so gut wie jeder DVD-HĂŒlle unten links in der Ecke zu sehen. Sie gibt es in den Stufen 0, 6, 12, 16 und 18. Das ist das empfohlene Alter, mit dem man den Film gucken kann. Die Filme werden von einer Einrichtung in Deutschland eingestuft, die das Jugendschutzgesetz als Grundlage nehmen.

„Freiwillig“ bedeutet allerdings nicht, dass man einen Film aus eigener Verantwortung schauen kann, der ĂŒber seinem Alter eingestuft wurde. Sondern lediglich, dass die Filmschaffenden ihren Film freiwillig von der Einrichtung prĂŒfen lassen können. Passiert das allerdings nicht, ist der Vertrieb so gut wie gar nicht möglich, da der Jugendschutz nicht gegeben ist. Aus dem Grund findet man kaum Filme, die keine FSK-Einstufung haben. Die PrĂŒferinnen und PrĂŒfer kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Voraussetzung ist aber die Erfahrung mit Kindern oder Jugendlichen.

Foley-Artist

Das ist ein GerĂ€uschmacher, der passende Töne fĂŒr die jeweilige Bildaufnahme erzeugt. Dazu nutzt er die unterschiedlichsten Requisiten – aufwendige GerĂ€te oder auch alltĂ€gliche GegenstĂ€nde. Der Foley-Artist kommt dann zum Einsatz, wenn der Originalton unzureichend ist oder komplett neu erzeugt werden muss wie z.B. fĂŒr einen Disneyfilm. Der Name dieses Jobs kommt von Jack Foley, ein Pionier dieses Berufs. Die wahrscheinlich bekannteste Erfindung eines Foley-Artist ist das GerĂ€usch des Lichtschwertes in Star Wars. Im ersten Film wurde nach einem passenden GerĂ€usch fĂŒr diese besonderen Waffen gesucht. Und durch Zufall ist dieser ikonische Brumm-Ton entstanden. Er wurde aus der Verbindung einer MikrofonrĂŒckkopplung und dem Rauschen eines Filmprojektmotors gebaut. Der „Foley“ ging zufĂ€llig mit einem kaputten Mikrofon an seinem Fernseher zu Hause vorbei, wodurch ein StörgerĂ€usch ausgelöst wurde, welches spĂ€ter zum wohl bekanntesten GerĂ€usch des Star Wars-Franchises werden sollte.

Frat-Pack

Das „Frat-Pack“ ist eine Gruppe von Schauspielern, die meistens Rollen in Komödien ĂŒbernehmen. Die Gruppe hat sieben Mitglieder, bestehend aus Ben Stiller, Jack Black, Owen Wilson, Luke Wilson, Will Ferrell, Vince Vaughn und Steve Carell. Diese sind seit den 90er Jahren immer mal wieder gemeinsam vor der Kamera zu sehen. Der Name „Frat-Pack“ kommt von der Presse und ist eine Anlehnung an die KĂŒnstlergruppe „Rat-Pack“ um Frank Sinatra. Sie wurde in der 60ern durch Filme und Swing-Konzerte bekannt. „Frat“ steht dabei fĂŒr Fraternity. Damit ist eine Studentenverbindung oder Bruderschaft gemeint. Typische Filme mit dem Frat-Pack sind „Zoolander“ oder „Voll auf die NĂŒsse“.

G – Genre / Golden Globe / Goof

Genre

Filme sind in verschiedene Genres eingeteilt. Damit ist die Gattung oder auch Stilrichtung des Films gemeint, wie z.B. Komödie, Horror, Drama usw. Allerdings wird diese Einteilung noch komplizierter, da so gut wie jedes Genre ein eigenes Subgenre hat. So wird aus einer Komödie beispielsweise eine Teenie-Komödie.

Es gibt verschiedene Kriterien, an denen ein Genre festgemacht wird:

– die ErzĂ€hlform (Melodrama)

– die Stimmung (Horror)

– die Handlung (Katastrophenfilm)

– den zeitgeschichtlichen, rĂ€umlichen oder sozialen Bezug (Kriegsfilm, Western
)

– technische Merkmale (Animationsfilm)

– Produktionsbedingungen (Autorenfilm)

– die Zielgruppe (Kinderfilm)

Bei Yesflix teilen wir unsere Filme in „Familie“, „Komödie“, „Dokumentation“, „Romanze“ und „Drama“ ein. Schauen Sie mal vorbei und gucken, welches Genre Ihnen am besten gefĂ€llt 

Golden Globe

Der Golden Globe ist eine Auszeichnung, die einmal im Jahr an Kinofilme und Fernsehsendungen vergeben wird. Die letzte Verleihung fand am 05. Januar 2020 statt, die 77. Ausgabe seit der GrĂŒndung 1944 von der Hollywood Foreign Press Association. Die Preise werden im Rahmen eines Gala-Dinners vergeben. Dazu ist jeder eingeladen, der in Hollywood Rang und Namen hat. Die Nominierten gelten oft auch als Favoriten fĂŒr den Oscar, der nur kurze Zeit spĂ€ter verliehen wird.

Goof

Unter einem „Goof“ versteht man einen Filmfehler, hĂ€ufig im Anschluss einer vorherigen Szene. Beispielsweise ist ein nasser Mantel aus einer Einstellung in der nĂ€chsten wieder trocken. Es gibt auch die „technischen Goofs“, die meistens aus GegenstĂ€nden bestehen, die im Bild eigentlich nichts zu suchen haben. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Mikrofon der Crew in den Kameraausschnitt ragt oder eine moderne Uhr in einem Historienfilm zu sehen ist. Diese dĂŒrfte dort natĂŒrlich nicht sein, da zu der Zeit, in der die Handlung spielt, noch gar keine Armbanduhr erfunden wurde.

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