Weiter geht es mit unserem Filmbegriffe-ABC. Dieses Mal geht es um die Buchstaben H-J. Lernen Sie etwas über Heist Movies, Kameraeinstellungen, die größte Filmdatenbank der Welt und vieles mehr!

H – HFR / Heist Movie / Halbtotale

HFR (High Frame Rate)

Unter HFR versteht man ein Kinofilmformat, dass eine höhere Bildwiederholungsfrequenz als üblich hat. Normalerweise werden in den Kinos 24 Bilder pro Sekunde wiedergegeben, HFR ermöglicht allerdings 48 Bilder pro Sekunde. Das erlaubt flüssigere Bewegungen und eine erhöhte Bewegungsschärfe. Der erste Film der mit einer High Frame Rate gedreht wurde war „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“. Es gibt viele Befürworter dieses Formats, da es die Qualität des Bildes und vor allem das 3D verbessert.
Allerdings steht HFR auch bei einigen in der Kritik, da die zusätzlichen Details den gewohnten Kino-Look vermissen lassen.

 

Heist Movie

 Heist Movies sind ein Untergenre des Thrillers. Sie beschäftigen sich mit der detaillierten Planung und Durchführung eines Raubes. Die Handlung wird dabei aus der Sicht des Räubers oder der Räuberbande erzählt. Die Ziele der Räuber sind in diesen Filmen meistens Banken, Juweliere, Museen oder auch wohlhabende Privatpersonen. Der Gegenstand der dabei entwendet wird, ist den Zuschauern oftmals bekannt.

Berühmte Beispiele für Heist Movies sind „Inception“, „Oceans Eleven“ und „Cash“.

 

 Halbtotale

Hierbei handelt es sich um eine Kameraeinstellung, die die Schauspieler oder Bildgegenstände komplett zeigt – die Person ist also von Kopf bis Fuß zu sehen. Das Kamerateam legt also mehr Wert auf die Körpersprache. Die Mimik des Protagonisten steht im Hintergrund. Häufig dient die Halbtotale dafür, eine Gruppe von Menschen und deren Aktion zu zeigen. Auch der Dialog spielt nur eine untergeordnete Rolle oder es gibt gar kein gesprochenes Wort in der Szene. Trotzdem ist immer noch der Mensch im Fokus, nicht der Hintergrund oder die Umgebung.

I – IMAX / Italian Shot / IMDb / Independentfilm

IMAX

 IMAX ist eine Abkürzung für „Images Maximum“ und ist ein Kino-System welches von der kanadischen Firma IMAX Corporation gegründet wurde. Das Image Maximum zeichnet sich durch ein riesiges, nahezu flimmerfreies Bild aus und hat einen leistungsstärkeren Mehrkanalton als herkömmliche Kinos. Damit kann man ein Flüstern hinter seinem Rücken wahrnehmen, grollenden Bass spüren statt hören und erkennen, an welcher Stelle eine Nadel fallen gelassen wurde. Jede Note des Soundtracks und jedes Schlurfen von Schuhen ist dank der kompletten Überarbeitung für den IMAX Ton zu hören.

Filme die in IMAX Kinos laufen, werden auf dieses System hochskaliert. „The Dark Knight“ war der erste Film, bei dem vereinzelte Szenen mit einer IMAX-Kamera gedreht wurden.

Komplette IMAX-Filme sind noch selten, da sie sehr teure und unhandliche Kameras erfordern.

 

Italian Shot

 Bei dem Italian Shot handelt es sich um eine Detailaufnahme, die nur die Augenpartie des Schauspielers zeigt. Häufig sieht man diese Einstellung in Westernfilmen. Dort wurde der Italian Shot auch populär. Der Westernepos „The Good, the Bad, the Ugly“ oder zu Deutsch „Die drei glorreichen Halunken“ hat diese Einstellung verbreitet. Besonders berühmt wurde der Film dadurch, dass am Ende eben nicht der typische Showdown zwischen Gut und Böse ausgetragen wird. Hier treten nämlich drei Charaktere gegeneinander an. Durch den Italian Shot konnte die Dramaturgie des spannenden Blickduells gesteigert werden.

 

IMDb

 IMDb ist die Kurzform von Internet Movie Database und entstand im Jahr 1990. Anfangs haben einige Teilnehmer verschiedene Listen über Schauspieler oder Regisseure geführt. 1994 gab es dann die erste Web-Version. Zwei Jahre später wurde dieses private Projekt dann in eine Firma umgewandelt, da die Zahl der Nutzer bereits rasant anstieg. 1998 wurde IMDb dann an Amazon verkauft.

 Mittlerweile ist diese Onlinedatenbank die größte Filmdatenbank der Welt. Dort gibt es jegliche Informationen über so gut wie jeden Film der jemals gedreht wurde. Man kann den Klappentext einsehen, Informationen zur Besetzung, Biografien, der Produktionscrew, Plot-Zusammenfassungen oder auch zu den Kosten für den Film finden.

Doch es gibt nicht nur Kinofilme auf dieser Plattform. Auch Fernsehprogramme, Heimvideos, Internet-Streams oder Videospiele sind dort vertreten.

 Die Leser können dort auch selbst Zusammenfassungen oder Filmkritiken schreiben. Außerdem kann man sich eine sogenannte „Watchlist“ zusammenstellen. Damit ist es möglich, eine Auflistung aller Filme, Serien oder anderer Videoproduktionen die man noch

sehen möchte, zu erstellen.

 

Independent Film

 Independent Filme sind ohne die Mitarbeit von den großen Filmstudios wie 20th Century oder Universal entstanden. Die Finanzierung läuft größtenteils über den Vorverkauf ausländischer Verwertungsrechte. Die Produzenten entschließen sich dazu, da sie meistens unabhängig vom Einfluss der Hollywood-Studios ihre künstlerische Freiheit ausleben wollen.

Frühe Vorläufer sind die sogenannten Underground-Filme, die bereits in den 1940-er Jahren entstanden.

Die wichtigsten Filmfestivals für Independent Filme sind das amerikanische „Sundance“ oder das französische „Cannes Film Festival“.

J – Jumpscare / Jump Cut

Jumpscare

Jump Scares werden meist in Thrillern oder Horrorfilmen eingesetzt. Dabei sollen die Zuschauer durch ein plötzlich auftauchendes Element oder ein lautes Geräusch erschreckt werden. Doch auch aus Survival-Horror Computerspielen kennt man diesen essentiellen Bestandteil.

Um einen wirklich guten Jump Scare zu garantieren, dürfen die Zuschauer ihn nicht kommen sehen. Oft werden diese vorher in eine vorgetäuschte Sicherheit gewogen, um diese dann abrupt mit dem Jump Scare wieder aufzuheben.

 

Jump Cut

Jump Cuts sind vom Filmeditor gesetzte Schnitte, die gezielt den flüssigen Übergang zum nächsten Bild brechen. Zum Beispiel steht ein Charakter der zuvor in einer Ecke stand, nach dem Jump Cut auf einmal in einer anderen Ecke.

Auch beim Bruch der 30 Grad Regel spricht man von einem Jump Cut. Diese Regel besagt, dass man nicht verschiedene Einstellungen aus derselben Kameraposition verwendet.

Warum werden Jump Cuts also in Filmen eingesetzt? Meistens will der Regisseur damit vermitteln, dass Zeit vergangen ist. Beispielsweise sitzt eine Frau vor dem Spiegel und macht sich die Haare. Man setzt dann in der Postproduktion den Schnitt immer kurz nachdem sie angefangen hat. Dann lässt man das Bild wechseln. Man springt zum nächsten Moment wo sie bereits ein Stück weiter ist. Das wiederholt man ein paar Mal und am Ende hat man das Ergebnis, dass der Zuschauer denkt, es sei mehr Zeit vergangen. Man kann mehrere Stunden zeigen obwohl man dafür tatsächlich nur 4 Sequenzen innerhalb von 5 Sekunden gezeigt hat.

Jump Cuts sind aber nicht nur in Filmproduktionen beliebt. Auch Influencer nutzen diesen kleinen Trick gerne und häufig. Man kann auf YouTube kaum ein Video schauen, dass keinen Jump Cut enthält.

 

Konnten Sie wieder etwas aus unserem Film-ABC mitnehmen? 🙂 Lassen Sie uns gerne wissen welchen Punkt Sie am interessantesten fanden!

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