Schon seit vielen Wochen haben wir alle mit der Corona-Krise zu kĂ€mpfen. Gerade die Kleinen vermissen es, sich mit ihren Freunden zu treffen, Spiele zu spielen und einfach Kind zu sein. Mit den Lockerungen der Auflagen sollte trotzdem sorgsam umgegangen werden. Der Sicherheitsabstand ist noch immer eine gute Maßnahme, um andere vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schĂŒtzen. Doch wie kann man das garantieren, wenn die Kinder endlich wieder miteinander spielen dĂŒrfen?

Wir haben einige interessante VorschlĂ€ge, die dafĂŒr mit Abstand am besten funktionieren 😉

1.   Traumreise

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Ostern steht vor der TĂŒr, das heißt, das Haus kann neu dekoriert

Hierbei liest ein Elternteil eine Geschichte vor, bei der die Kinder in eine Fantasiewelt gefĂŒhrt werden. Gerade nach dem Toben ist das als Entspannung eine willkommene Abwechslung.

Um es dabei besonders gemĂŒtlich zu haben, können sich die Kinder vorher jeder eine eigene kleine Bude bauen, die natĂŒrlich 2 Meter voneinander entfernt sein sollten.

Die Regel dafĂŒr: es kann gar nicht genug Decken und Kissen geben 😃

Sobald die Kleinen es sich bequem gemacht haben, kann es losgehen: mit einer ruhigen Stimme wird die Geschichte vorgelesen. FĂŒr Traumreisen gibt unendlich viele verschiedene ErzĂ€hlungen und Themen. Wir haben ein Beispiel, das sich um einen Zirkusbesuch dreht


„Heute geht es in den kleinen Zirkus, der gerade in der Stadt ist. Schon von Weitem kannst du das bunte Zirkuszelt sehen. Was wird dich dort erwarten?

Nachdem du deinen Platz gefunden hast, geht auch schon das Licht aus und der Zirkusdirektor betritt das Zelt. Er trĂ€gt eine rote Jacke mit glĂ€nzenden Knöpfen und einen schwarzen Zylinder. Der Zirkusdirektor kĂŒndigt die erste Nummer an – eine SeiltĂ€nzerin wird auftreten.

Du guckst hoch in die Zirkuskuppel. Dort steht eine Frau in einem glitzernden KostĂŒm auf einer Plattform. In der Hand hĂ€lt sie einen Schirm. Jetzt streckt sie vorsichtig einen Fuß aus und stellt ihn auf das Drahtseil. Dann den zweiten Fuß und schon lĂ€uft sie ĂŒber das Seil. Wow, wie die SeiltĂ€nzerin das Gleichgewicht hĂ€lt. Sie tanzt wirklich hoch ĂŒber deinem Kopf. Voller Begeisterung klatscht du in die HĂ€nde.

Als nĂ€chstes ist eine Gruppe Clowns an der Reihe. Sie tragen lustige KostĂŒme und albern herum. Du lachst so, dass dir der Bauch schon weh tut und du TrĂ€nen in den Augen hast.

WĂ€hrend du langsam nach dem vielen Lachen wieder Luft bekommst, beginnt schon die nĂ€chste VorfĂŒhrung. Ein Mann betritt das Zirkuszelt. Er hĂ€lt brennende Fackeln in der Hand. Das Licht wird dunkler und du siehst, wie die Feuerfackeln durch die Luft gewirbelt werden. Das sieht echt gefĂ€hrlich aus und du staunst, dass der Mann sich nicht verbrennt.

Der Zirkusdirektor kommt zurĂŒck in das Zelt und kĂŒndigt eine weitere Zirkusnummer an. An einem Tuch schwebt eine Frau von der Decke des Zirkuszeltes herab. Sie hĂ€lt sich nur mit den HĂ€nden oder den FĂŒĂŸen an dem Tuch fest, schwingt hin und her und zeigt die wildesten Verrenkungen mit ihrem Körper. Du bist begeistert und ĂŒberlegst, ob du dich auch so verrenken kannst.

Du bist noch ganz begeistert von der letzten VorfĂŒhrung, da kommt ein neuer Artist in das Zirkuszelt. Er springt auf einem riesigen Trampolin hoch in die Luft und zeigt ein Salto nach dem anderen. Du klatschst begeistert. Plötzlich guckt der Mann dich an, kommt von seinem Trampolin herunter und lĂ€dt dich ein, mit ihm eine Runde zu springen. Begeistert stehst du auf und kletterst auf das Trampolin. Du hĂŒpfst, machst ein Salto und zeigst dem begeistert klatschenden Publikum, was du alles kannst. Als du erschöpft bist, hörst du auf zu springen, kletterst wieder auf deinen Platz und ruhst dich aus.

Was fĂŒr ein tolles Erlebnis!

Als die Vorstellung zu Ende ist, bist du noch immer ganz glĂŒcklich, etwas mĂŒde und gehst zufrieden nach Hause. So einen Zirkusbesuch erlebt nicht jeder!

Anschließend können die Kinder zur vorgelesenen Geschichte noch ein Bild malen, oder vielleicht sogar die Story weitererzĂ€hlen.

2.     Verstecken spielen

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Egal ob im Freien oder drinnen, fĂŒr dieses Spiel eignet sich jedes GelĂ€nde und jeder Raum. Je mehr Versteckmöglichkeiten das Areal bietet, desto anspruchsvoller wird es natĂŒrlich. FĂŒr die ganz Kleinen reichen daher schon ein paar BĂ€ume oder BĂŒsche.

Um dieses einfache Spiel – womit sich wahrscheinlich schon unsere Großeltern die Zeit vertrieben haben – noch spannender zu gestalten, gibt es verschiedene Varianten.

A-Kaputt: Hierbei werden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt. Suchende und Versteckende. Aus Ästen wird an einem beliebigen Ort ein „A“ gelegt. Aufgabe der Verstecker ist es, dieses „A“ kaputt zu machen, ohne von den Suchenden gesehen zu werden. Schafft es einer aus der Gruppe die Aufgabe zu lösen, bringt das den Sieg fĂŒr alle Mitglieder seines Teams. Finden jedoch die Suchenden zuerst alle, die sich versteckt haben bevor jemand das „A“ kaputt machen konnte, gewinnt dieses Team.

Dreizehn: Diese Variante ist besonders gut fĂŒr GelĂ€nde, mit wenig Versteck-Möglichkeiten. Es gibt einen Sucher, und beliebig viele Versteckende. Der Sucher zĂ€hlt mit geschlossenen Augen von 13 bis Null runter. Die anderen mĂŒssen sich in dieser kurzen Zeit verstecken. Bei Null angekommen, darf derjenige seine Augen öffnen und drei Schritte in eine beliebige Richtung gehen. Entdeckt er jemanden in seinem Versteck, ruft er laut seinen Namen. Die „Nicht-Entdeckten“ sind weiter im Spiel. Der Sucher schließt erneut seine Augen und zĂ€hlt dieses Mal nur von 12 herunter. Die Versteckten mĂŒssen blitzschnell einen anderen Ort suchen, wo sie nicht gesehen werden. Der Sucher geht nach Ablauf wieder drei Schritte. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis der Sucher alle Mitspieler gefunden hat oder er drei Runden lang niemanden findet. Dann haben die Versteckenden gewonnen.

3.   HĂŒpfspiel „Himmel und Hölle“

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FĂŒr das HĂŒpfspiel wird Straßenkreide und ein kleiner Stein benötigt.

Am besten ist dieses Spiel fĂŒr Kinder geeignet, die schon sicher auf einem Bein stehen und springen können.

Auf dem Boden (am besten eine freie geteerte FlÀche oder eine gepflasterte Hofeinfahrt) wird mit der Kreide das Spielfeld aufgemalt:

                                   Ein Bild, das Uhr enthÀlt. Automatisch generierte Beschreibung Ein Bild, das Uhr enthÀlt. Automatisch generierte Beschreibung

Die Felder sollten ungefĂ€hr die GrĂ¶ĂŸe haben, dass man gut mit beiden FĂŒĂŸen darin stehen kann, aber das Kind sollte auch ein Feld ĂŒberspringen können. Das kann man dann je nach Alter und GrĂ¶ĂŸe der Kinder anpassen.

Der Spielablauf:

 Das erste Kind stellt sich auf das Feld „Erde“. Von dort aus muss es den Stein das Feld mit der 1 treffen. Die Zahl, wo der Stein liegt, wird ĂŒbersprungen. Es geht auf einem Bein also direkt in die 2. Dann immer weiter bis ganz nach oben, die Felder 4&5, sowie 6&7 werden immer gleichzeitig mit beiden Beinen besprungen, da sie nebeneinander liegen. Achtung: die „Hölle“ wird immer ĂŒbersprungen!

Wenn man beim „Himmel“ angekommen ist, springt man eine halbe Drehung auf zwei Beinen und von da aus im gleichen Prinzip wieder zurĂŒck zur Erde. Vor dem Feld mit dem Stein wird gestoppt: dieser muss nun – auf einem Bein stehend – aufgehoben werden. Hat man diese Prozedur fehlerfrei geschafft, muss in der nĂ€chsten Runde das Feld 2 mit dem Stein getroffen werden.

Hat man mit dem Stein doch mal neben das Feld getroffen, oder hat die Feld-Linien ĂŒberschritten, dann macht man in der nĂ€chsten Runde seinen Durchgang mit dem gleichen Feld noch einmal.

4.   Mutter/Vater wie weit darf ich reisen?

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Dieses Spiel funktioniert am besten auf einer großen Wiese. Dort stellen sich die Kinder in einer Reihe (hierbei auf den 2 Meter Abstand zueinander achten!) auf. Der „Spielleiter“ steht allein auf der anderen Seite der FlĂ€che, auf der gespielt wird.

Die Kinder auf der einen Seite rufen im Chor: „Mutter (bzw. Vater) wie weit darf ich reisen?

Die Antwort kann so kreativ und verrĂŒckt ausfallen, wie der Spielleiter möchte.

Eine Möglichkeit wĂ€re: Zwei Riesenschritte und einen Purzelbaum nach vorne. Oder drei HĂŒpfer auf einem Bein.

Die Kinder fĂŒhren seine oder ihre Antwort aus und rufen danach wieder. Das geht so lange, bis das erste Kind auf der Seite des Spielleiters angekommen ist.

Hoffentlich konnten unsere Tipps Ihnen dabei weiterhelfen, Ihre Kinder gut zu beschÀftigen und dabei gleichzeitig mit der Situation sorgsam umzugehen.

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